Startseite Wissen Wie Verpackungsfolie entsteht: 8 Schritte aus der Produktionshalle

Wie Verpackungsfolie entsteht: 8 Schritte aus dem Werk Podanin

Sechs Minuten Film, aufgeteilt in Schritte. Klicken Sie ein Kapitel an, und der Player springt zur passenden Minute.

Sechs Minuten und acht Schritte: vom Granulat, das aus dem Silozug ins Silo geblasen wird, über die mit Druckluft aufgeblasene Folienblase bis zum Beutel, der gesiegelt und im Labor geprüft wurde. Das Team des polnischen Programms Fabryki w Polsce hat unsere Halle in Podanin mit der Kamera besucht und den Prozess ohne Schnitt-Abkürzungen gefilmt. Unten zerlegen wir den Film in Schritte: Jeder verlinkt auf die genaue Minute und auf die Seite, auf der wir diesen Teil des Prozesses ausführlicher beschreiben.

Folienproduktion im Kablonex-Werk Podanin. Material: Fabryki w Polsce (polnischer Sprecher).

Das Werk Podanin: woher dieses Material stammt (ab 0:00)

Der Film wurde vom Team von Fabryki w Polsce in unserem Werk in Podanin bei Chodzież (Polen) gedreht. Er zeigt eine Halle und einen Durchlauf des Prozesses, also weder alle Linien noch alle NEX-Produktfamilien. Wer eine bestimmte Technologie sucht, kommt über die Produktseite schneller ans Ziel. Der Sprecher spricht Polnisch; die Kapitel unten tragen den Inhalt auf Deutsch.

Einleitung ansehen (0:00) oder lesen, wer wir sind.

Rohstoff: vom Silozug ins Silo, per Rohrleitung zur Linie (ab 1:03)

Wir extrudieren Folie aus Polyethylen-Granulaten unterschiedlicher Dichte, ergänzt um Rezyklat. Der Rohstoff kommt in Säcken oder im Silozug; aus dem Silozug geht er ins Silo und von dort per Rohrleitung direkt auf die Produktionslinie, ohne manuelles Umschütten. Der gesamte Förderweg ist computergesteuert, sodass die Rezeptur an der Linie der Rezeptur im System entspricht und nicht dem Gedächtnis des Bedieners.

Rohstofflagerung ansehen (1:03). Den Rezyklatanteil einer konkreten Folie legen wir im Rahmen des Closed-Loop-Programms fest.

Blasfolienextrusion: fünf Schichten aus einem Werkzeug (ab 1:39)

Die Schmelze aus den Extrudern gelangt in den Blaskopf, und Druckluft bläst sie zu einem senkrechten Schlauch auf. Die Linie im Film ist vollautomatisiert und läuft im Dauerbetrieb. Die Folie kann bis zu fünf Schichten haben, wodurch sich Funktionen auf die Schichten verteilen lassen: eine übernimmt die Siegelung, eine die Barriere, eine dritte die Durchstoßfestigkeit. So lässt sich die Dicke reduzieren, ohne die Eigenschaften zu verlieren, die an der Verpackungslinie zählen.

Blasfolienextrusion ansehen (1:39). Was 3 und 5 Schichten in Zahlen bringen, zeigen wir im Artikel Mehrschichtextrusion.

Flexodruck: bis zu 10 Farben in Full-HD-Qualität (ab 2:36)

Einfache Bedruckung erfolgt direkt an der Extrusionslinie. Ein anspruchsvolleres Design geht in die Druckerei, wo die Flexodruckmaschinen bis zu 10 Farben in Full-HD-Qualität bieten. Bevor die eigentliche Auflage startet, wird eine Probecharge mit dem Spektralfotometer gemessen; erst dann beschleunigt die Maschine auf 400 Meter pro Minute.

Flexodruckerei ansehen (2:36). Den Leistungsumfang beschreiben wir auf der Seite NEX PRINT, die Anforderungen an Druckdaten im Leitfaden Druckdaten für den Flexodruck.

Schneiden und Konfektion: von der Rolle zum Beutel (ab 3:23)

Die fertige Bahn geht auf Schneid- und Umrollmaschinen, die sie auf die bestellte Breite schneiden. Danach arbeiten die Beutelmaschinen: Der Bediener legt die Rolle ein, gibt die Auftragsspezifikation ein, und die Maschine siegelt und schneidet. Eine weitere Maschine in dieser Abteilung legt geschnittene Beutel zu Bündeln, die direkt auf die Linie des Kunden gehen. Hier entstehen auch Produkte für Branchen mit hohen Hygieneanforderungen, Lebensmittel und Chemie.

Beutelkonfektion ansehen (3:23). Die Familie der Beutel und Halbschläuche: NEX-BAG.

Beutel mit Entlüftung und mit Tragegriff (ab 4:12)

Manche Beutel haben Funktionen, die erst an der Verpackungslinie oder im Regal sichtbar werden. Ein Beutel mit Entlüftung lässt die Luft entweichen und schließt das Produkt in einer luftdichten, flachen Verpackung ein, was sich in mehr Einheiten pro Palette niederschlägt; er bewährt sich bei Saisonkleidung. Ein Beutel mit Tragegriff verlagert die Last auf einen verstärkten Folienbereich und ist Standard überall dort, wo der Endkunde die Verpackung in der Hand trägt: Hygienepapier, Obst, Gemüse.

Spezialbeutel ansehen (4:12).

Recycling: Produktionsabfall kehrt auf die Linie zurück (ab 4:54)

Produktionsfolie geht in eine Mühle, die sie zu Flakes zerkleinert und zu einem Rohstoff aufschmilzt, der sich erneut extrudieren lässt. Der Kreislauf schließt sich innerhalb des Werks, noch bevor wir überhaupt über Post-Consumer-Material sprechen. Es ist derselbe Mechanismus, der es uns erlaubt, mit dem Kunden über den PCR-Anteil in einer konkreten Spezifikation zu sprechen statt über eine Erklärung auf Unternehmensebene.

Recyclingmühle ansehen (4:54). Rücknahme von Folie beim Kunden und Schließen des Kreislaufs: POD ECO und Closed-Loop-Programm.

Labor: fünf Prüfungen, bevor eine Charge das Werk verlässt (ab 5:07)

Die Qualitätskontrolle läuft parallel zur Produktion, und das Labor gibt jede Charge frei. Wir prüfen Reibungskoeffizient, Zugfestigkeit, Durchstoßfestigkeit, Siegelqualität und Transparenz. Bei der Größenordnung, in der das Werk arbeitet, braucht jede Charge ihre eigenen Zahlen, denn ohne sie endet ein Reklamationsgespräch mit Aussage gegen Aussage. Die fertigen Produkte gehen an Kunden in ganz Europa.

Labor ansehen (5:07). Qualitätsmanagementsysteme und Zertifikate: Zertifikate.

Sprechertext des Films (übersetzt)

Gekürzte deutsche Übersetzung des polnischen Sprechertexts aus dem Material von Fabryki w Polsce, ohne die Werbeteile des Kanals.

Folien sind ein universelles Verpackungsmaterial, das in Dutzenden Branchen eingesetzt wird: von Lebensmitteln über Haushaltsgeräte bis zu Bau und Elektrotechnik. Um zu sehen, wie solche Folien entstehen, besuchen wir das polnische Unternehmen Kablonex in Podanin bei Chodzież. Es ist ein Familienunternehmen mit einem modernen Maschinenpark, eigenen Produktionsverfahren und zeitgemäßen Recyclinglösungen.

Die Folie entsteht aus Polyethylen-Granulat unterschiedlicher Dichte. In der Produktion wird auch Rezyklat eingesetzt. Der Rohstoff kann in Säcken oder im Silozug angeliefert werden. Im zweiten Fall wird er in einem Silo gelagert, aus dem er automatisch per Rohrleitung zur Produktionslinie transportiert wird. Der gesamte Prozess ist computergesteuert. Kablonex strebt eine möglichst leichte Folie an, weil der Umweltaspekt bei Kunststoffverpackungen für das Unternehmen große Bedeutung hat.

Damit aus Granulat Folie wird, kommt die Blasfolientechnologie zum Einsatz. Die dafür gebaute automatisierte Linie gehört zu den modernsten in Europa. Die Schmelze wird aus den Extrudern in den Blaskopf geführt, und Druckluft bläst sie in ihre charakteristische Form. Die hier produzierte Folie kann bis zu fünf Schichten haben.

Folienverpackungen sollen glatt sein, sich mehrfach öffnen und schließen lassen, die nötigen Informationen tragen und ansprechend aussehen. Deshalb kann direkt an der Linie ein passender Druck aufgebracht werden. Ist das Design anspruchsvoller, geht das Material in eine professionelle Druckerei. Die Flexodruckmaschinen bieten eine Palette von bis zu 10 Farben in Full-HD-Qualität. Nach dem Anmischen der Farben und dem Rüsten der Maschinen wird die Druckdatei in den Computer geladen. Nach der Prüfung einer Probecharge mit dem Spektralfotometer startet der eigentliche Druck mit bis zu 400 Metern pro Minute. Dank moderner Maschinen kann ein großer Teil des Materials dem Recycling zugeführt werden, und wasserbasierte Farben geben keine Schadstoffe an die Umwelt ab.

Anschließend wird die zu Rollen gewickelte Folie auf Schneid- und Umrollmaschinen gelegt, die sie auf die gewünschten Maße zuschneiden. Damit die Folie die Form eines Beutels annimmt, kommen die Beutelmaschinen ins Spiel. Eine Rolle wird eingelegt, die Auftragsspezifikation vorbereitet, und die Maschine setzt mit speziellen Messern die Siegelnaht. Die zweite Maschine in dieser Abteilung ist auf geschnittene, zu Bündeln sortierte Beutel spezialisiert. Hier entstehen Produkte, die die Anforderungen strenger Hygieneregime, der Lebensmittel- und der Chemiebranche erfüllen.

In der Halle laufen auch Maschinen für Spezialbeutel. Eine stellt Beutel mit Entlüftung her, durch die die Luft entweicht und eine luftdichte, platzsparende Verpackung entsteht, zum Beispiel für Saisonkleidung. Eine andere fertigt Verpackungen mit Tragegriffen, deren Komfort wir beim Kauf von Toilettenpapier, Obst oder Gemüse schätzen.

Zum Schluss sehen wir die Recyclingmühle, die Produktionsfolie verarbeitet, indem sie sie zerkleinert und so erwärmt, dass ein neuer, einsatzbereiter Rohstoff entsteht. Die Qualitätskontrolle findet in jeder Produktionsphase und nach deren Abschluss statt. Im Labor werden Reibungskoeffizient, Zug- und Durchstoßfestigkeit, Siegelqualität und Transparenz des Produkts geprüft. Das hat besondere Bedeutung in einem Werk, das täglich große Rohstoffmengen verarbeitet und Produkte an Kunden in ganz Europa liefert.

Häufige Fragen zur Folienproduktion

Wie viele Schichten kann eine Blasfolie haben?

Auf unseren Linien bis zu fünf. Jede Schicht kann eine andere Funktion übernehmen: Siegelfähigkeit, Barriere, mechanische Festigkeit. Mit drei und fünf Schichten lässt sich das Flächengewicht in der Regel bei gleichen Gebrauchseigenschaften senken, wie wir im Artikel zur Mehrschichtextrusion beschreiben.

Entsteht der Druck auf derselben Linie wie die Folie?

Einfache Bedruckung erfolgt direkt an der Extrusionslinie. Mehrfarbige Designs gehen auf die Flexodruckmaschinen mit bis zu 10 Farben in Full-HD-Qualität. Ein Lieferant verantwortet dann Folie und Druck, sodass eine Reklamation nicht zwischen Folienhersteller und Druckerei hin- und hergeschoben wird.

Was passiert mit dem Produktionsabfall?

Produktionsfolie geht in eine Mühle, wo sie zerkleinert und zu Granulat aufgeschmolzen wird, das sich erneut extrudieren lässt. Die Rücknahme gebrauchter Folie beim Kunden und das Schließen des Kreislaufs wickeln wir separat ab, im Rahmen von POD ECO und dem Closed-Loop-Programm.

Welche Prüfungen durchläuft die Folie vor dem Versand?

Im Labor prüfen wir Reibungskoeffizient, Zugfestigkeit, Durchstoßfestigkeit, Siegelqualität und Transparenz. Die Ergebnisse werden der konkreten Charge zugeordnet, sodass jede Lieferung ihre eigenen Zahlen hat.

Kann ich die Produktion vor Ort sehen?

Ja, wir empfangen Kundenaudits und technische Besuche im Werk Podanin. Den Termin vereinbaren wir über das Kontaktformular oder direkt mit Ihrem Kundenbetreuer.

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